Ballon-Dilatation und Stent-Implantation
Bei hochgradigen Engstellen dehnen wir mit einer sogenannten Ballondilatation das betroffene Gefäß auf, so dass das Blut wieder ungehindert zirkulieren kann. Dabei schieben wir einen Ballonkatheter millimetergenau bis zur Engstelle vor, der mit Druck entfaltet wird und so das Gefäß aufdehnt. In der Regel setzen wir auch einen sogenannten Stent (zylinderförmige Gefäßstütze aus Edelmetall) ein, der im Gegensatz zum Ballon in der Arterienwand verbleibt und diese in der Regel nachhaltig offen hält. Je nach individuellen Anforderungen verwenden wir dabei unbeschichtete Stents oder medikamentenbeschichtete Stents („drug-eluting-Stents“), die lokal ein Medikament freisetzen, um eine Wiederverengung dauerhaft zu verhindern. Da es in den Gefäßen keine Schmerzfasern gibt, ist die Behandlung für Sie völlig schmerzfrei. Beim Aufblasen des Ballons kann lediglich ein kurzes Engegefühl in der Brust auftreten.

Ballondilatation des rechtes Herzkranzgefäßes:
KREISLAUFUNTERSTÜTZUNG BEIM SCHWEREN HERZINFARKT:
Intraaortale Ballonpumpe (IABP)
Bei schwerem Herzversagen, z.B. im Rahmen eines Herzinfarktes, können wir zur Unterstützung der Herzleistung im kardiogenen Schock eine intraaortale Ballonpumpe (IABP) über eine Leistenarterie in die Hauptschlagader einführen. Dabei wird ein ca. 40 ml großer Ballon pulssynchron mit Helium gefüllt und entleert. Das Aufblasen der IABP in der Diastole erhöht den Blutfluss in der oberen Körperhälfte und verbessert damit die Blutversorgung von Gehirn und Herz. Das aktive Entleeren der IABP verringert den enddiastolischen Aortendruck, und reduziert so die Arbeitsbelastung der linken Herzkammer.

Zusammengefasst bewirken diese Maßnahmen eine Erhöhung des Sauerstoffangebots im Herzmuskel (Koronarperfusion) sowie eine Senkung des Sauerstoffbedarfs durch Nachlastverringerung und eine Steigerung des Herzzeitvolumens um bis zu 30 %. Damit können Sie als Patient bis zur Erholung der eigenen Herzfunktion stabilisiert oder einer weiteren Therapie mit herzunterstützenden Systemen zugeführt werden.
